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Interview mit Dr. Markus Wiedemann dem neuen Chefarzt in der cts Klinik Schlossberg

„Erfolgreiche Konzepte weiterführen, aber auch Neues wagen“
Dr. Markus Wiedemann ist seit 1. Juli neuer Chefarzt in der cts Klinik Schlossberg

Seit 1. Juli verstärkt Dr. Markus Wiedemann als Chefarzt die cts Klinik Schlossberg in Bad Liebenzell mit seiner Fachexpertise. Der 42-Jährige wird zum Jahreswechsel Dr. Karlheinz Tschuran ablösen, der seit 1989 Chefarzt in Bad Liebenzell ist und im kommenden Jahr in Rente geht. Im Interview erzählt Dr. Wiedemann von seinen Vorstellungen für die Zukunft.

Haben Sie sich bewusst dafür entschieden, die Klinik einige Monate bis zum Ausscheiden von Dr. Tschuran in Doppelspitze zu führen?

Wiedemann:  Ja, das haben wir. Und es ist auch für mich eine große Chance, Seite an Seite mit jemandem zu arbeiten, der so viel Erfahrung hat und so viele Entwicklungen in der Reha miterlebt hat. Davon kann ich nur profitieren. Ich selbst bin ein absoluter Team-Player. Meiner Meinung nach beruht Medizin vor allem auf guter Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen.

Wo haben Sie bisher gearbeitet?

Wiedemann: Bis zum Sommer war ich in den Sankt Rochus Kliniken in Bad Schönborn beschäftigt. Mit dieser Klinik sowie zwei weiteren Kliniken in Baden-Baden und Wittnau bei Freiburg bildet die Klinik Schlossberg innerhalb des cts-Konzerns einen Reha-Verbund. Die Kliniken können voneinander lernen und profitieren.

Was ist Ihr Spezialgebiet?

Wiedemann: Ich bin Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, meine Spezialgebiete sind Schultern, Hüften und Knie. Ich habe aber auch eine Zusatzbezeichnung als Sozialmediziner. In dieser Fachrichtung geht es darum, Maßnahmen zu ergreifen um Arbeitnehmer länger im Arbeitsleben halten zu können oder ihnen durch einen Reha-Aufenthalt die Rückkehr an den Arbeitsplatz zu ermöglichen. Gerade für die Verhandlungen mit der Rentenversicherung als Kostenträger ist dieser Aspekt sehr wichtig.

Was steht bei Ihnen als erstes auf der Agenda, was werden Sie an Ihrer neuen Wirkungsstätte angehen?

Wiedemann: Als erstes will ich ankommen und das Team kennenlernen. Die erfolgreichen bestehenden Konzepte werden natürlich weitergeführt, insbesondere die Reha für pflegende Angehörige, die ein Alleinstellungsmerkmal dieser Klinik ist.

Aber Sie wollen auch Neues angehen?

Wiedemann: Richtig. Für das kommende Jahr haben wir die Etablierung eines Competence Center Orthopädische und Psychosomatische Reha (CCOP) geplant. Wir sehen gerade bei den Orthopädie-Patienten viele Komorbiditäten im psychischen Bereich, die sich durch die oft jahrelangen chronischen Schmerzen entwickelt habe. Die Kombination der Behandlung von orthopädischen und psychischen Erkrankungen wird in Deutschland noch sehr selten angeboten, aber wir sehen hier einen riesigen Bedarf. Wir sind gerade dabei, ein Konzept zu entwickeln und die strukturellen Voraussetzungen zu schaffen und dann werden wir auf die Leistungserbringer zugehen.

Gibt es noch weitere Ideen?

Wiedemann: Mir schwebt auch ein Angebot zum betrieblichen Gesundheitsmanagement vor. Ich habe die Vorstellung, mit Firmen in der Umgebung in Kontakt zu treten, um gemeinsam Programme und Konzepte zur Prävention zu erarbeiten. Firmen könnten ihre Arbeitnehmer trainieren, schulen und Phasen der Entlastung schaffen, zum Beispiel durch einwöchige Reha-Aufenthalte. Quasi eine ‚Hilfe zur Selbsthilfe‘.

Derzeit stehen ja auch bauliche Veränderungen in Bad Liebenzell an.

Wiedemann: Genau, da stecken wir mitten drin. Die ersten Baumaßnahmen wurden bereits durchgeführt, weitere werden folgen. Insgesamt neun Millionen Euro investiert unser Träger, die Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken, in die Rehaklinik. Im Bettenhaus wird es zukünftig 130 moderne Patientenzimmer und in jedem Flur einen Aufenthaltsraum geben. Auch öffentliche Bereiche der Klinik werden saniert und modernen Standards angepasst, wie z.B. die Cafeteria und der Speisesaal. Der ‚Spinatbunker‘, wie das Haus am Hang  heißt, wird in diesem Zuge eine weiße Fassade erhalten.

Mit welchen Gefühlen blicken Sie auf die anstehenden Aufgaben und Herausforderungen?

Wiedemann: Ich freue mich. Es ist ein gutes Gefühl, zu wissen, dass man einen starken Träger im Hintergrund hat, der zukunftsträchtige und sinnvolle Entscheidungen trifft und auch bereit ist, in diese zu investieren. So können wir uns auf dem Reha-Markt eine gute Position erarbeiten.

Neuer Chefarzt Dr. Wiedemann strebt ganzheitliche Behandlung der Patienten an

Informationsabend "Das schwache Herz" 15.11.2017

TOP-Referenten aus der Herzchirurgie und Kardiologie informieren über Herzschwäche und die unterschätzte Gefahr, sowie über moderne Therapieformen.

Dr. med. Reiner Baumgärtner:
Moderne Herzinsuffizienz-Therapie

Prof. Dr. med. Uwe Mehlhorn:
Das schwache Herz -
Ursache, Diagnostik, Prävention, Therapieformen

Ort: Großer Konferenzraum

Die Teilnahme ist kostenlos!

 

6. Ludwigsburger AOK Firmenlauf 2017

Bei dem 6. Ludwigsburger AOK Firmenlauf gingen am 27.9.17 bei sonnigem Wetter die Läufer/-innen und Walker/-innen der cts Klinik Schloßberg, Korbmattfelsenhof sowie von der Rochus Klinik an den Start. Die abwechslungsreiche Strecke verlief vom Ludwigsburger Residenzschloss durchs Blühende Barock rund um den Favoritepark zurück ins Schloss, dazu war die Veranstaltung vom Catering bis hin zum Rahmenprogramm eine rundum gelungener Event und somit ein schöner Abschluss für die Firmenlaufserie 2017. In 2018 werden die cts Mitarbeiter/-innen auf jeden Fall wieder dabei sein.

Erfolgreiche Laufgruppe

Am 21. September 2017 nahm unsere cts Laufgruppe am Pforzheimer AOK Firmenlauf teil. Auch in diesem Jahr sind bei sonnigen 18 Grad alle Sportler der Gruppe an den Start gegangen und Herr Gräßle hat in der Kategorie M 60 sogar den respektablen 1. Platz belegt. Das nächstes Ziel der starken Gruppe: der 6. AOK Firmenlauf in Ludwigsburg am 27. September 2017.

Krankenhaus erhält neue Aufgaben

Auf die Haltung kommt es an

„Arbeitsbedingungen gesund gestalten“. Mit diesem Thema beschäftigten sich Fachleute auf einer Tagung der IG-Metall am 26. Juli 2017 in Reutlingen. Experten aus Medizin, Arbeits- und Verbraucherschutz sowie aus Politik und Gesundheit suchten nach zukunftsweisenden Lösungen für die Arbeitswelt.

Chefarzt Dr. Markus Wiedemann (cts Klinik Schlossberg) erörterte in einer Podiumsdiskussion die Herausforderungen, die bei der Gestaltung gesunder Arbeitsbedingungen zu berücksichtigen sind.

Im Foyer standen weitere Expertinnen unserer cts Reha-Kliniken den Besuchern der Tagung Rede und Antwort. Von besonderem Interesse waren dabei die Leistungen, die in den cts Kliniken im Rahmen der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation (MBOR) angeboten werden. Menschen mit orthopädischen, kardiologischen und neurologischen Leiden lernen in unseren Kliniken den richtigen Umgang mit Belastungen und wie man sich als Arbeitnehmer fit hält für die Herausforderungen des Arbeitslebens. Dabei kommt es ganz klar auf die Haltung an. Nicht nur richtiges Heben und Tragen, auch die seelische Widerstandskraft kann eine Rolle spielen. Rehabilitation unterstützt Arbeitnehmer dabei, den beruflichen Herausforderungen gewachsen zu sein.